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Jüdische Gemeinde Duisburg | Festtage
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Festtage im jüdischen Glauben und Leben

Mehr als 60 Jahre nach der Schreckensherrschaft des Naziregimes gibt es wieder eine große jüdische Gemeinde in Deutschland. Dennoch kennen nur die wenigsten "Außenstehenden" die Feier- und Festtage innerhalb des jüdischen Kalenders. Hier seien einige erklärt:
Die Jüdische Zeitrechnung geht auf die Schöpfung der Welt zurück und basiert auf dem Mondkalender. Aktuell schreiben die Juden das Jahr 5770.

Tu Bischwat

Tu BiSchwat  bedeutet übersetzt „15. Tag im (jüdischen Monat) Schwat“. Dieser Tag gilt als Neujahr der Bäume und Pflanzen.

Purim

Purim ist ein Fest, das an die Errettung des jüdischen Volkes aus drohender Gefahr in der persischen Diaspora erinnert.

Sederabend

Der Sederabend ist der Vorabend und Auftakt des Pessach-Festes. An ihm wird im Kreis der Familie (oder der Gemeinde) des Auszugs aus Ägypten gedacht.

Pessach

Pessach erinnert an den Auszug aus Ägypten und wird in der Woche vom 15. bis 22. Nisan als Familienfest mit verschiedenen Riten gefeiert, darunter dem Seder und dem einwöchigen Verzehr von Matzen. Deshalb heißt es auch „Fest der ungesäuerten Brote“.

Schawuoth

Schawuoth ist das jüdische Wochenfest, das ca. sieben Wochen, bzw. 50 Tage nach dem Pessachfest gefeiert wird.

Rosch HaSchana

Rosch HaSchana ist das jüdische Neujahrsfest. Genau übersetzt heißt es "Kopf des Jahres". An Rosch HaSchana beginnen die zehn Jamim Noraim („ehrfurchtsvollen Tage“), die mit dem Versöhnungsfest Jom Kippur enden.

Jom Kippur

Jom Kippur ist der jüdische Versöhnungstag und gleichzeitig der höchste jährliche Festtag im Judentum, nach dem wöchentlichen Schabbat. Im jüdischen Kalender beginnt der Versöhnungstag bei Sonnenuntergang vor dem 10. Tischri (d. h. September/Oktober), und dauert bis zum nächsten Sonnenuntergang.

Sukkot

Jüdisches Wallfahrtsfest vom 15. bis 21. Tischrej. Das Laubhüttenfest erinnert daran, dass das jüdische Volk während der vierzigjährigen Wanderung durch die Wüste in Hütten leben musste. Zentrales Gebot dieses Festes ist es, sich eine Laubhütte zu bauen und in ihr zu wohnen.

Simchat Tora

Mit Simchat Tora endet das Sukkotfest - in Israel am 22., in der Diaspora am 23. Tischrej. Der einjährige Zyklus der Toralesungen wird beendet und in einer fröhlichen Feier wird mit den Torarollen in der Synagoge sieben Mal umhergezogen.

Chanukka

Das jüdische Lichterfest beginnt am 25. Kislew und wird acht Tage gefeiert. Es erinnert an die Wiedereinweihung des Tempels in Jerusalem nach dem Sieg der Makkabäer 165 v.Z. über die syrisch-griechischen Besatzer. Jeden Tag wird an der Chanukkia ein Licht mehr angezündet. Das Lichterzünden erinnert an die Legende, wonach nach Einnahme des Tempels nur ein Kännchen koscheres Öl übrigblieb, mit dem die Tempelmenora aufgrund eines Wunders aber volle acht Tage am Brennen gehalten werden konnte.

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